Am 2. Februar war es endlich soweit! Ich konnte Nina am Flughafen in Christchurch, in meine Arme schließen. Alles war ganz aufregend und ich hatte eine frohe Nachricht zu überbringen...
Nämlich hatte ich nach vielen Telefonaten und Diskussion, es irgendwie so hin biegen können, dass obwohl ich gerade erst 5 Wochen frei hatte und vom Reisen wieder gekommen bin, der Arbeit für 3 weitere Wochen entrinnen konnte.
Vom Flughafen ging es direkt zu mir in das Living Springs Camp, meine zukünftige Arbeitsstelle und Wohnort. Schnell haben wir Ninas Gepäck, in mein noch nicht eingerichtetes Zimmer geschmissen und sind gleich weiter gezogen, da wir zum wilkommen's BBQ mitsamt allen Mitarbeitern geladen waren.
Unsere erste Nacht mussten Nina und ich getrennt verbringen, da das Living Springs ein Christliches Camp ist und Männlein und Weiblein nicht gestattet ist, Nächte zusammen zu verbringen, wenn sie nicht verheiratet sind. Bienen und Blumen und so...
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns vom Living Springs und konnten unsere Große Reise antreten.
Ich hatte mit Benni ein Deal abgeschlossen. Und zwar besuchte ihn ebenso seine Freundin aus Deutschland, allerdings schon in der Zeit des Reisemonats. Und die beiden brauchten dann nur für diese Zeit ein Auto, um so wie Nina und ich herum zu reisen. Da wir auch noch keines hatten und ich eh eines brauche für das nächste halbe Jahr (Benni nicht, da in seinem Projekt, Autos gestellt werden), kaufte er einen Van, den ich ihm nach seiner Reise abkaufte. So machte er nicht so viel Verlust und ich musste mich nicht mehr um ein Auto kümmern. Allerdings kaufte er nicht nur irgendeinen Van, sondern DEN Van schlecht hin.
Ein knall orangefarbener Nissan Homy, getönte Scheiben, Baujahr 1989. Drei sitze vorne und eine Bank hinten. Und dahinter ein riesiges Bett für 2. Einfach nur perfekt! Und jetzt nachdem er Benni und seine Freundin einmal quer durch Neuseeland gebracht hat, ist es nun meiner und Nina und ich konnte voll durchstarten, mit unserem Homy.
Erstmal erkundeten wir Christchurch, schauten uns den Botanischen Garten an, schlenderten über Märkte und durchs Art Center, tranken ein Bierchen im Dux de Lax und nahmen schließlich die alte Straßenbahn zurück zum Auto. Christchurch zählt 100 %tig mit zu meinen Lieblingsstädten in NZ. Es hat einfach Flair und Atmosphäre und ist mit 350.000 auch schon eine richtige Stadt.
Abends besuchten wir Benni und Christoph in ihrem Projekt, welches nur 10 Minuten vom Living Spring entfernt liegt. Die beiden arbeiten im Cholmondeleys Childrens Home, eine Institution für Kinder, die in einem sehr schlimmen sozialen Umfeld aufgewachsen sind und daher keine oder nur eine sehr schlechte Erziehung genießen konnten. Dementsprechend ist ihr sozial Verhalten im Alltag schlimm und sie benötigen Betreuung und im manchen Fällen auch permanente Unterkunft. Wer mehr über die Arbeit im Kinderheim wissen möchte, schaut einfach mal auf Christophs Blog, in meiner Blog Liste.
Wir hatten eine nette Runde bei einem Glas Wein und knabber Zeug. Zum schlafen fuhren Nina und ich mit dem Van runter ans Meer, von wo man einen tollen Blick, auf Lytellton, die Hafenstadt von Christchurch hat.
Bei Christchurch liegt die Banks Peninsula, eine Halbinsel, auf der unter anderem die kleine Stadt Akaroa liegt. Sie war unser Programm für den Tag. Allerdings hatten wir ein bisschen was anderes vor als nur ein Stadtbummel.
Akaroa ist vor allem dafür bekannt, dass eine Bootgesellschaft Leute mit raus aufs Meer nimmt und man dort, mit den nur in den Gewässern rund um Neuseeland, existierenden Hektor Delfinen schwimmen kann. Genau das machte wir und es war echt ein cooles Erlebnis. Man bekommt einen dicken Neopren Anzug und dann geht’s nach 20 Minuten Bootsfahrt ins kalte Nass. Muss gestehen, bevor ich die Delfine zum ersten Mal zu Augen bekommen hatte, war mit schon so ein bisschen anders, da es ja bekanntlich nicht nur friedliche Wesen im Meer gibt. Und mit sonem schicken Neo, könnte der eine oder andere, einen schon mal für eine leckere Robbe halten. Passiert ist aber natürlich nichts und die Hektor Delfine sind gerade mal 1,50 Meter lang und total freundlich und verspielt.
Noch am gleichen Tag fuhren wir weiter bis zum Lake Tekapo, der ziemlich weit im Landes inneren liegt. Deswegen stand der Mond schon im Himmel als wir den See erreichten und wir suchten uns einfach nur ein Platz zum schlafen.
Aufgewacht in knallender Sonne, ein unvorstellbares Panorama bot den perfekten Ort für eine Schüssel Frühstücks Müsli.
Nach einem Spaziergang zu einer kleinen Kirche und einer Partie Minigolf fuhren wir weiter Richtung Queenstown.
Zwischenstopp machten wir noch einmal bei dem Nachbar See vom Lake Tekapo, dem Lake Pukaki. Dort nahmen wir, in dem unwirklich türkis farbenen Wasser, ein Bad und ließen uns anschließend in der Sonne trocknen. Auf den Gipfeln der massiven Gebirgsfront am Horizont, konnte man trotz des Sommers, eine große Menge an Schnee ausmachen. Vor allem auf dem Mount Cook, den man auch vom See aus sehen konnte.
In Queenstown angekommen, machten wir ein Spaziergang am Pier, putzen verbotener Weise in einem Backpacker die Zähne und vielen müde ins Bett.
Am morgen fuhren wir mit dem Van in ein Waldgebiet am Rande der Stadt, Picknickten dort, anschließend stand eine shopping tour in der City und ein Besuch in der Queenstown gardens an. Wir beendeten den Tag mit einem Kinobesuch und schauten uns „Valkyre“, der Film mit Tom Cruise in der Rolle des Staufenbergs zu NS- Zeiten, an. Recht imposant!
Da unsere Zeit leider knapp bemessen war, sind wir am nächsten Morgen gleich weiter Richtung Fox Glacier gefahren, einer der zwei mächtigen Gletscher hier in Neuseeland. Doch bis wir dort ankamen, gab es einige Zwischenstopps. Ich wollte noch unbedingt ein Radio für den Van haben, dass man sich auf den langen Fahrten ein bisschen ablenken kann. Wir fuhren bei einem Schrottplatz (Parkinson Wrecker :D) vorbei und die hatten glücklicherweise gerade ein altes da, was der Händler uns für 50 $ plus Einbau verkaufte. Einfach Top!
Nächster ungeplanter Halt waren die Gates of Haast. Das sind riesengroße Wasserfälle, die unter einer one lane bridge hin durchfließen, kurz bevor man die Stadt Haast passiert. Wir entdeckten sie ganz zu völlig bei der Fahrt über die Brücke und waren von den gewaltigen Wassermassen so gefesselt, dass wir eine Weile halt machten.
Schließlich gegen Abend hielten wir am Strand von Haast und kochten was zum Essen, mussten das jedoch dramatisch schnell beenden, da Sandflies uns regelrecht attackierten und uns auf aßen. Flucht also in den Van, Nina übernahm das Steuer und ich mutierte zum Massenmörder um alle Sandflies zu beseitigen, die es irgendwie sogar ins Auto geschafft haben.
Nachts erreichten wir rollend Fox city, da der Tank fast leer war, machten uns fertig in einem Holiday Park Campingplatz und schliefen dann am Straßenrand neben einem Backpacker, indem wir am nächsten Morgen gleich eincheckten.
Wir hatten einen Strandtag eingelegt und entspannten mit Buch und Sonne. Am Abend schauten wir uns ein Film mit Paciono im Backpacker an.
Dann war der Tag gekommen, früh morgens arbeiteten Nina und ich im Teamwork, frühstückten und präparierend die Sandwiches für die Gletscher Tour.
Angekommen an der Tal Station des Glaicers, gab es eine positive Überraschung für uns beide. Normalerweise macht man die Tour mit einem Guide und einer Gruppe bis zu
25 Leuten, doch diesmal hat sich für diesen Zeitpunkt des Tages niemand eingeschrieben. Bedeutet wir bekamen einen Privat Guide nur für uns. Das waren also schon mal großartige Bedingungen. Doch es sollte noch besser kommen...
Erstmal bekamen wir eine Einweisung in das Bergsteigen und unsere Ausrüstung zu der gehörten: Wanderschuhe plus ice -spikes zum anschnallen, Wanderstock, Jacke+Hose und ein Rucksack.
Dann ging es los, wir wurden von unserem Fahrer abgeholt und hatten den ganzen Bus nur für uns. Er brachte uns und unseren Guide an den Fuß des Gletschers.
Unser Guide hieß Matias und kommt aus Argentinien. Er führte uns ungefähr eine dreiviertel Stunde durch den Busch. Der Aufstieg war recht steil, aber zu bewältigen.
Danach wurden die spikes an geschnallt und es ging aufs Eis.
Zuerst waren wir beeindruckt von Eiszauber und Sonnenschein, später mussten wir mit Abenteuer Regenluft durch die Eislandschaft stapfen.
Beim Lunch sind wir gerade so einer Lawine entkommen, aber mit Matias und seiner Spitzhacke war das alles kein Problem.
Es war einfach ein unbeschreibliches Erlebnis und für mich und Nina was komplett Neues.
Nach einer heißen Dusche und einer Stärkung fuhren wir am Abend noch nach Greymouth, übernachteten dort am Strand.
Mit einer Erfrischung im Meer und einem Strand Frühstück hatten wir ein guten Start in den Tag. Auf dem Weg weiter Richtung Norden, machten wir Halt für ein Spaziergang bei den berühmten Pancake Rocks.
Weiter über Westport, am Abend in Nelson angekommen und mit Subway Sandwich einem Straßenmusiker bei seiner Arbeit gelauscht.
Den Nächsten Tag nutzen wir zur Vorbereitung auf den Abel Tasman Park, checkten in ein Backpacker ein, wuschen unsere Klamotten, räumten mal ordentlich im Van auf, kauften Profiant ein, buchten in der I-side unsere Kajak Tour für den nächsten Tag und rundeten den Abend mal wieder mit einem Kino Besuch ab (Gran Torino).
Wir wurden unsanft von einem großen Geräuschpegel aufgeweckt. Verursacht durch Regentropfen, die auf das Dach des Vans prasselten. Sehr sehr ärgerlich, denn wir hatten ja eigentlich unsere Kayak Tour geplant. Also fuhren wir mit einem unguten Gefühl
los Richtung Kayak Verleih.
Und wie wir uns eigentlich schon dachten, war es nicht möglich bei diesem Wetter hinaus aufs Meer zu fahren, aus Sicherheitsgründen, da auch die See sehr unruhig war. Geknickt zogen wir also weiter, wenigstens bekamen wir unser Geld zurück.
Das ganze verschaffte uns mehr Zeit und wir buchten unsere Fähre auf die Nordinsel noch am selben Tag. Die Fahrt über versteckten wir uns im Van und konnten so die Fahrt über schlafen. Es sind zwar Kontrolleure um die Autos patrouilliert, jedoch hat der Homy ja verdunkelte Scheiben, also alles kein Problem ;-)
Ausgeruht am Hafen von Wellington angekommen. Obwohl wir die Insel gewechselt hatten, konnten wir dem Regen nicht entrinne. Der verregnete Tag bot sich aber unglaublich gut für ein Museums Besuch an.
Das national Museum Neuseelands das „Te Papa“ ist riesig groß, umsonst und sehr Interessant gestaltet. „Te Papa“ ist Maori und bedeutet übersetzt "Der Ort der Schätze dieses Landes". Im Museum wird auf sechs Ebenen das Land von den vielseitigsten Aspekten beleuchtet. Insbesondere wird die Entwicklung Neuseelands, von den ersten Besiedlungen an bis zum heutigen modernen Staat dargestellt. Ist ziemlich sehenswert, falls ihr mal die Gelegenheit bekommt, an einem verregneten Tag in Neuseelands Hauptstadt zu sein.
Als wir wieder draußen waren, war es bereits dunkel geworden und wir versuchten ein Backpacker zu finden, der im lonely planet empfohlen wird. Jedoch nach 2 Stunden vergeblicher Suche inkl. Erfragtem Rat beim Straßenpolizisten wollten wir gerade aufgeben, als wir völlig unerwartet genau davor standen. Allerdings war es schon zu spät... also fuhren wir auf dem Mount Victoria und übernachteten dort.
Der nächste Tag war reserviert fürs schoppen bis zum umfallen, wenn auch ganz ohne Erfolg. Diesen Abend wollten wir uns den Stress nicht antun, nochmal den Backpacker vom Vorabend aufzusuchen und entschieden uns in einen anderes zu gehen, welcher ziemlich unhygienisch, aber total familiär war. Die Nacht verbrachten wir auf der Couch im Wohnzimmer der Lodge und schauten eine DVD mit allen andere Gästen (max. 10) zusammen an. Auf Spanisch mit Englischen Untertiteln (weil die meisten Gäste Südamerikaner waren), war auch mal eine interessante Mischung.
Vielleicht war das ganze eine Ecke zu Familiär für uns, denn wir kamen mit einem Deutschen Paar ins Gespräch, dass uns im Verlauf des Gesprächs nach unserer Reisroute fragte. Und als wir dann meinten: „Morgen früh fahren wir weiter nach Taupo.“, kam die schon befürchtete Frage: “Coool, da wollen wir auch zu völlig hin, könnt ihr uns vielleicht mitnehmen??“
Wie soll man sich da noch raus reden? Ich glaube hätte ich daraufhin gesagt, ach ne hab ich vertan, wir fahren nach Gisbourn, hätten sie auch freudig eingestimmt.
Also verabredete man sich für den nächsten Morgen. Nina und ich hatten erst überlegt ob wir uns einfach aus dem Staub machen sollten, aber um unauffällig abzuhauen war der Backpacker einfach zu klein. Also luden wir Thomas und seine Freundin Rachel ein und fuhren los, mal wieder gen Norden.
Die Fahrt wäre ja auch gar nicht so schlimm gewesen...eigentlich, wenn Thomas der alte Kampfkünstler, auch nur für eine Sekunde mal, sein Freßbrett hätte schließen können.
Naja... Taupo ist nicht alzuweit weg und gegen frühen Nachmittag waren wir am Ziel um schmissen die beiden raus.
Nach einer Stärkung bei Burger Fuel, einem Einkauf im Supermarkt stellten wir uns mit dem Van direkt an den Lake Taupo und nächtigten dort.
Meine Nacht war allerdings nicht sehr entspannt, da ich eine gewisse Sache nicht aus dem Unterbewusst sein drängen konnte.
Nina hat mich dazu überredet einen Fallschirm Sprung mit ihr zu machen. Von alleine hätte das ganze nie gemacht, aber ich hatte keine andere Wahl. Also am nächsten morgen dann, sollten wir uns noch einmal mit der Sprung Gesellschaft in Verbindung setzten, um sicher zu gehen, dass der Sprung statt finden kann aufgrund von Wetterverhältnissen. Ansage: Sprung kann statt finden, allerdings mit einer Stunde Verspätung, da die Wolken sich erst auflösen müssen.
Ich hatte also noch eine weitere Stunde um mich zu Tode zu fürchteten. Klasse! Dann fuhren wir zum Flughafen. Nina musste meine Musik auf höchster Lautstärke ertragen, ich musste mich einfach irgendwie ablenken.
Angekommen und das Hanger betreten. Unseren Mitspringern war die Angst ins Gesicht geschrieben. Nicht lange dauerte es da wurden wir unseren Jumpern zugewiesen und mit Springer Ausrüstung bekleidet. Dann gab es eine individuelle Lektion für den Moment des Sprunges aus dem Flugzeug.
Dann war der Moment gekommen und Nina und ich bestiegen das Flugzeug mit noch ein paar anderen. Es ging hoch auf 12.000 Fuß oder auch 3657,6 Meter. Ist schon ein Stück... und man hat wunderbar Zeit sich auszumalen wie es gleich sein wird, an der Tür des Flugzeug zu sitzen und einfach raus zuspringen. Vor allem war ich mit meinem Springer ganz zum Schluss dran und ich durfte beobachten wie einer nach dem anderen einfach mit einem Schwupps von der Bildfläche verschwand. Nina warf mir noch einen aufgeregten schelmisch Blick zu und verschwand ebenfalls im nix. Dann war es auch für mich so weit, ich bin mit meinem Springer hinter mir, an den Rand der Tür gerutscht und so sehr ich mir auch geschworen hatte nicht nach unten zu schaun, tat ich es doch. Ehe ich die Situation verarbeiten konnte, überschlug ich mich schon einmal in der Luft und raste mit 200 km/h auf den Boden zu. Adrenalinespiegel auf 150, ungefähr nach 45 Sekunden freiem Fall öffnet sich der Schirm und ich segelte weitere 10 Minuten frei wie ein Vogel gen Erde. Einfach unbeschreiblich unglaublich unfassbar! Muss man mal ausprobiert haben.
Nach diesem Ereigniss fuhren wir weiter nach Rotorua und machten auf dem Weg Pause im Thermal Wonderland. Angekommen in meiner ehmailigen Heimatstadt, führte ich Nina durch den Rainbow Springs Park und anschließend enspannten wir im Polynesien Spa unter Sternhimmel.
Noch waren wir immer nicht am Ziel, sondern fuhrern noch weier zur Küste nach Tauranga wo wir am Strand übernachteten.
Bei bestem Wetter legten wir ein Strand Tag ein und machten uns abends auf Richtung Norden und suchten trauriger weise schon die letzte Große Stadt auf, bevor wir nach Auckland mussten, von wo Nina mich wieder verlassen würde. Coromandel.
Coromandel ist eine Stadt oder vielmehr eine Region die auf eine ganz besondere Weise schön ist. Nina und ich suchten uns im L
only Planet den Standort des Hot water Beaches heraus um einen Platz für die nacht zu finden und eine Beschäftigung gleich am nächsten Morgen. Der berühmte Hot water beach ist dem Namen nach, ein Strand der direkt über einer brodelden thermal quelle liegt. In den 4 Stunden Ebbe hat man die Möglichkeit sich seinen eigenen kleinen Privat Pool zu buddeln und direkt am Meer heiß baden zu gehen.
Doch genau diese nächsten vier Stunden traten erst am nächsten Abend ein. Deshalb übernachteten wir dort und fuhren vor unsere buddel Badesession zum
Hahei Beach und starteten von dort einen 4 Stündigen walk zum Cathedral Cove, ein riesen Loch im Berg. Echt toll, jedoch taten unsere Füße echt weh nach dem Walk, da wir dachten der Weg führte die ganze Zeit am Strand entlang, was er nicht tat. Abends maschirten dann leider massen mit uns zum hot water beach, jedoch mussten wir uns so nicht die Arbeit machen großartig zu buddeln sondern passten einfach einen Moment ab, wo ein pärchen ging und wir in ihren Pool springen. Total unwirklich!
Von Cormandel City fuhren wir am nächsten morgen Richtung Auckland, machten eine ganz vorneheme Futterpause in der Matatoki Cheese Farm.
Gegen Abend erreichten wir dann unser Finales Ziel unserer Reise. Auckland City.
Was aber noch nicht der Abschied bedeutete. Wir hatten noch einiges im Petto für diese Stadt. Den nächsten Tag verbrachten wir Großteils mit einer Tour durch die Sadt, mit neidischem staunen über die Riesen Jachten vom Viaduct Habour und einer Fahrt über die Harbour Bridge.
Vorletzter Tag war angebrochen. Diesen wollten Nina und ich auf der Waiheke Island verbringen, eine Insel die gerade mal 30 Minuten mit der Fähre von der Küste Aucklands entfernt ist.
Die Insel schien genau das Gegenstück von dem wilden, lauten immer unter Strom stehenden Auckland zu sein. Alles hatte ein gemächliches Tempo und es gibt viele malerische Buchten und tolle Strände. Nuna und ich mieteten uns 2 Fahrräder und machten uns einen schö
nen Tag.
Der nächste Morgen des letzten vollständigen Tages brach an.
Nina und ich hatten den Tag mit einem Besuch, in die großen Fischhallen Aucklands gestartet.
Es war noch mitten in der Nacht als wir die riesen Hallen betraten. Hier hatte wahrscheinlich noch vor wenigen Minuten eine Auktion statt gefunden, die ganz großen Fische waren also schon alle Weg. Jedoch gab es trotzdem noch unglaubliche Exemplare zu sehen. Der Fischhandel von Auckland ist echt sehr beeindruckend und sehenswert.
Danach mussten wir erstmal ein Nickerchen machen, dass sich auf mehrer Stunde ausdehnte.
Der Zeitpunkt für das Rucksack packen für Nina gekommen. Deprimierend... Doch etwas ganz bestimmes sollte uns und vor allem mich alle abschiedssorgern verschwinden lassen.
Iron Maiden spielte am Abend im Mount Smart Stadium / Auckland und wir hatten Karten ;-)! Ein Traum war wahr geworden... "I got 2 tickets to Iron Maiden baby, Come with me Friday, Don't say maybe...”
Wir fuhren gegen Abend zum Stadion und mit jedem Meter auf der Straße sahen wir mehr laute, fröhlich, schwarz gekleidete Leute die sich alle gemeinsam auf die selbe Sache freuten. Das vertraute Vorspielt eben. Ich freute mich mit ihnen, Nina entgegen fühlte sich unbehaglich :D! Es war ihr erstes richtiges Konzert und dann gleich so eine Wucht!
Wir parkten den Van wie soviele andere in einer Seitenstrasse unter einer Laterne. Dann maschierten wir los, durch den security check, in die Menge.
Drei Stunden gebalte Faust gitarren Solis, harte Riffs und die gigantische Stimme von Bruce Dickenson, dass ganze unterstrichen mit Pyrotechnik, waren überragend. Ich hab Nina an den spannensten Stellen hochgehoben, ansontsten gabs ein Großbildschirm für die Zwerge. Es war echt ein gutes Konzert und sogar Nina hat es gefallen.
Gut gelaunt kamen wir zurück zum Auto, vertieft in gegenseitiges vorschwärmen vom erlbeten. Ich gab Nina den Schlüssel zum aufschlißen... es war aber bereits offen. Als sie dir Tür öffnete, war das vertraute Bild verändert worden. Nichts war so wie wir es vorgefunden hatten.
Der Van war bis auf ein paar rumliegende Sachen, einfach komplett leer. Ich wollte es einfach nicht wahr haben, aber es war geschehen. Jemand hatte das Fenterschloss geschrottet und dann mit der Hand von außen die Knöpfe hochgezogen. Ich rief die Polizei und machte ein Polizei Report mit dem Officer. Im Verlauf dessen musste ich ebenfalls aufzählen was abhanden gekommen ist. Das aller schlimmste, Ninas komplett gepackter Rucksack, fertig für den Abflug am nächsten Tag, war einfach verschwunden. Heißt von ihr war einfach alles, was sie mit nach Neuseeland gebracht hat, verschwunden. Klamotten, Schmuck, Taschen, Schuhe, Handy und das Komplette Portmonaie mit Passport, Perso, Führerschein, Flugticket, Bankkarten, der Rucksack an sich... einfach alles. Inklusive der neu gekauften Sachen wie Mitbringsel usw.
Von mir war meine Winterjacke, Tasche, Handy, MP3 Player, Reisepass und viele Kleinigkeiten weg. Den größten Teil haben sie zurück gelassen, da alles verstreut war und nicht so schön zusammengepackt wie bei Nina. Wir vermuten das sie im Zeitdruck waren. Ich hatte aus instinkt heraus an diesem Abend mein Portmonaie plus Kamera in meine Kulturtasch geschmissen. Diese Gabe hab ich wohl vom meinem Vater auch wenn sie oft eine bisschen Paranoid erscheinen mag hat sie diesmal geholfen. Allerdings das traurigste und ärgerlichste von allen war wohl, das ¾ unserer Fotos die wir die ganze Reise über geschossen hatten auf einer SD Karte waren die ebenfalls gestohlen wurde. (Deswegen gibt es leider erst ab Greymouth Bilder) Hinter dem Auto waren auch Spuren vom zerbrochen Fensterscheiben zu sehen und die Polizei meinte sie hätte in der Nacht viele ähnliche Fälle um das Gelände rum aufgenommen. Ich hatte also mit einer verzweifelten Nina im Arm und die Polizei am Ohr damit zu kämpfen nicht selbst durchzudrehen. Aus irgendeinem mysteriösen Grund hatte Mama genau in diesem Moment, zu Hause sitzend, daran gedacht uns anzurufen, einfach so um mal zu schaun wie es und denn geht und wie die Reise war. Wenn das keine seelische Verbindung war... Es half alles nichts, wir mussten zurück zum Backpacker und versuchen einen klaren Kopf zu bekommen. Am nächste morgen klingelte der Wecker um 6 Uhr. Am Abend musste Nina in den Flieger Springen, doch sie hatte kein Reisepass mehr, kein Personalausweis, kein Flufticket, kein gar nichts.
Das sollte also ein langer Tag werden. Wir riefen Quantas Airlines an, machten treffen mit dem Deutschen Konsulat aus, fuhren zur Polizei, mussten Passfotos machen für einen emergency passport und und und...
Als alles das geklärt war konnten wir sicher gehen das Nina sicher ins Flugzeug steigen konnte. Um den Abschied nicht völlig zu verkorksen waren wir noch essen.
Der letzte Tag lief vielleicht nicht so ab wie wir uns das vorgestellt hatten, trotz alledem konnte dieser Tiefschlag, nicht die ganzen einzigartigen tollen Momente unsere gemeinsamen Zeit überschatten. Ich glaube das ganze hat Nina und mich noch mehr zusammengeschweißt und hätten wir uns gegenseitig nicht gehabt, wäre alles um ein vieles schwieriger gewesen. Was mir auch klar wurde in so einer Situation, wie wichtig es doch ist, Familie und Freunde zu haben. Unsere Eltern unterstützen uns selisch übers telefon und auch meine Freunde hier, booten uns jegliche Hilfe an, die sie aus ihrer Position für uns tun konnten. Darüber bin ich richtig froh und schätze mich glücklich. Man sollte das nie vergessen. Vielen Dank!
Dann war es soweit ich brachte Nina zum Flughafen. Es war hart, depremierend und schwer sich gerade jetzt nach so einem Vorfall zu trennen. Gerade für Nina die mit nichts als sich selbst und den Klamotten die sie am Vorabend getragen hatte, in das Flugzeug steigen müssen.
Sie hat viele Persöhnliche Materielle Sachen hier in Neuseeland verloren, aber denoch eine großes Specktrum an schönen Erlebnissen gewonnen.
Wir haben uns gegenseitig geschworen die letzten 4 Monate auch noch zu bewältigen. Jetzt wo ich euch von dem ganzen Bericnhte, sind es nur noch 7 Wochen übrig bis ich selbst in den Flieger steige und ihr nach Hause folge. Und wir haben es geschafft.
Mein Tag war allerdings noch nicht verüber. Noch am selben Tag fuhr ich los...
Start: Auckland. Ziel: Christchurch. Ich hatte 20 Stunden reine Fahrzeit zu bewältigen, da ich am nächsten Mittag Arbeit musste. Hart aber machbar. Ich kaufte mir ein 6 Pack red Bull und bretterte Highway number One von Nord bis zur Südinsel runter. Einzige Rast war die Fährenfahrt. Hab es überlebt und wurde in Christchurch von Christoph und Benni herzlich in Emfang genommen. Wir sind erstmal einmal eine Bierchen trinken gegangen haben über alles gequatscht. Danke Jungs! Nach meiner Arbeit viel ich einfach nur noch K.O. Ins Bett.
Das wars Leute, aufregendes Abenteuer mit einem unerwarteten Ende fand seinen Schluss.
Toll wars trotdem!
Ich kläre euch demnächst darübe auf, was ich in den letzten Monaten Arbeit erlebt habe und was sonst so geht. Keine Angst es wird wohl kaum so lang dauern, bis es das nächste Update gibt, denn in der Zeit bin ich schon zu Hause und könnte euch selbst davon berrichten ;-)!
Machts gut! (Neue Bilder in meiner Bildergallerie)