Mittwoch, 24. Juni 2009

The future ain't what it used to be...

...Der Alltag ist gebrochen. Mein Zimmer ist leer, nur der Koffer und Backpacker lassen vermuten, dass hier jemand an einem Ende und zugleich an einem Anfang von etwas steht. Man zieht weiter.
Ich mache mich nach 5 Monaten Christchurch auf den Weg. Ziel ist das andere Ende der Welt, mein zu Hause.

Morgen früh geht der Flieger nach Tauranga, wo das Final Camp statt findet. Mit mir kommt Juan Carlos, Christoph und Benni. Marc bleibt noch etwa einen Monat länger hier, da er später angereist ist als wir.

Im Seminar wird größten Teils reflektiert und berichtet. Höhepunkt wird wohl der kollektive Bungee jump, der mir stark zu schaffen macht. 45 Meter freier Fall ist nicht gerade wenig, wenn man bedenkt das ich im Schwimmbad noch nie vom 5er gesprungen bin.

Abflug von Auckland City nach Los Angeles ist am 26.6. Da werde ich dann mit allen Deutschen zusammen das Land der zwei Inseln verlassen.

In Kalifornien haben wir (Malte, Noshad, Jörg, Tobi und Ich: Meine USA Reise Gruppe), einen Anschlussflug nach San Fransisco, noch für den selben Tag gebucht.
In San Fransico werden wir unseren Mietwagen abholen der uns dann für die restliche Zeit zur Verfügung steht. Was wir uns Vorort anschauen werden, haben wir noch nicht besprochen. Fest steht nur das wir anfangs ein paar Tage in San Fransisco bleiben werden und gegen Ende wieder in L.A. sein werden um 100% sicher zu gehen, dass Flugzeug nach Deutschland nicht zu verpassen. Meinen 20igsten Geburtstag werde ich also in San Fransisco feiern, gar nicht schlecht oder?! ;-)

Meine letzten Tage waren echt noch sehr schön. Grant hat uns alle auf eine Kayak Tour in der Banks Peninsula mitgenommen. Wir waren zwar 9 Leute, hatten jedoch 7 verschiedene Kulturen mit 6 verschiedene Sprachen, im Team. Ein Schotte, 2 Kiwis, 1 Maori, 2 Deutsche, eine Lettländerin, ein Franzosen und ein Ecuadorianer. Verständigen konnten wir uns trotzdem alle auf Englisch. Faszinierend!


Ich hatte hier eine Tolle Zeit und gehe mit zwiespältigen Gefühlen fort.
Wer weiß wo ich bin, wenn ich wieder berichten werde.

Bis Bald!

Sonntag, 24. Mai 2009

Living Springs

Ein Sturm, so stark das ein Baum entwurzelt wird und in die Hochspannungleitung fällt. Ganz Governors Bay ohne Strom. Das heißt kein Telefon, kein Internet, kein Licht und auch kein Wasser, da das elektrisch gefiltert wird, bevor es aus dem Hahn kommt. Toiletten können also nicht mehr benutzt werden. Ohne Strom und ohne Wasser kann man nicht kochen oder Essen erhitzen. Lebensmittel im nicht funktionierenden Kühlschrank werden schlecht. Heizen kann man auch nicht, da es nur elektrische Standheizungen gibt.
Die Flamme der letzten Kerze wird im obligatorischen Wachsbad, was am Ende einem jeden Docht bevorsteht, ertränkt und der rot-orange glühende Funke erlischt. Dunkelheit. Nicht eine Dunkelheit wie man sie in einer Stadt kennt, sondern solch eine, wo man die Hand vor Augen nicht sehen kann. Schaut man aus dem Fenster, erblickt man das selbe Nichts. Man ahnt nur wie sich die dunklen Wassermassen des Meeres, in ein paar Kilometern Luftlinie, von der unwirklichen Stärke des Sturmes herumschlagen lassen, als wäre der Kampf um die Ruhe des Wasser für immer verloren. Ein Blitz zuckt vom Himmel herab und für ein kurzen Moment werfen die bedrohlich wankenden Bäume, ein Bild einer marschierenden Armee auf das durchwühlte Gras.
Als ich morgens aufwache, kann ich mein Atem in meinem Zimmer sehen, schau ich wieder durch das Fenster, präsentiert sich mir ein Bild der Verwüstung. Ich ziehe meine Vorhänge wieder zu, sie schwingen im Wind hin und her, obwohl das Fenster geschlossen ist.


;-) Keine Angst, ich bin noch am Leben und alles ist gut! Mag es nur manchmal Tatsachen ein bisschen auszuschmücken.

Das ist Governors Bay aktuell. Ja der Winter ist da. Wir hatten einen tollen Farbenfrohen, durch aus warmen Herbst, der uns ein paar schöne Tage bescheerte. So langsam kommt bei mir Weihnachtsstimmung auf... irgendwas stimmt da nicht...

Seit nun fast 4 Monaten arbeite ich hier im Living Springs. „Living Springs is a truly international quality conference and outdoor education centre.“ So steht es auf der Homepage

http://www.livingsprings.co.nz/.

Genauer heißt das Gruppen können hier her kommen, wir bieten ihn Unterkunft, Catering und Unterhaltungsmöglichkeiten. Ob es nun Schulen, Geschäftsmänner, Gemeinden oder eine Gruppe Krebskranker Kinder ist, wir haben für alle „gesellschaftlichen Klassen“ ein Angebot. Man kann den maximalen Preis bezahlen, in Hotel Units übernachten wo das Essen per abhol-und bringe Dienst serviert wird, Reinigung dem Camp Staff überlassen und sich ein paar schöne Tage machen.
Oder man bezahlt kaum was, übernachtet in einem der sogenannten Bunk House (Die deutsche Übersetzung ist „Schlafbaracke“. Ganz so schlimm ist es jetzt nicht ;-), sich selber Essen mitbringen und eine komplett Reinigung, der benutzen Örtlichkeiten am Ende der Zeit machen.
Es gibt outdoor Angebote wie Rock Climbing, Teambuilding activities, Kayak Tours, Zeltlager und vieles mehr. Alles wird betreut durch Mitarbeiter, die Speziell dafür ausgebildet sind. An einem ganze anderen Standort als dem Main Camp, ist der Farm Park, der aber trotzdem noch auf dem Gelände liegt. Da gibt es eine viel Zahl an Tieren. Wenn Kinder Gruppen zu Besuch kommen, führt unser Cowboy eine Schaf Scher show, oder ein Vorstellung seiner Lasso und Peitschen Künste. Zu BBQ spielt dann noch die Camp eigene Band, bestehend aus Mitarbeitern und alles ist perfekt. So ungefähr...
Man kann sich auch auf eigene Faust belustigen. Mit auf dem Camp gibt es eine Mini Golf Platz, Trampolin, ein Schwimmbad, eine Wasserrutsche, eine monorail & Seil Bahn,Go Karts, und die Möglichkeit Pfeil und Bogen & Luftgewähr schießen zu gehen.
Doch ich glaube als Besucher, kann man hier echt eine schöne Zeit haben.

Jetzt zu der anderen Seite des Ganzen. Die Arbeit. Meine Arbeit besteht darin, allen Möglichen Festangestellten, wann und wo auch immer sie eine Hand brauchen eine zu geben. Das mag z.B. beim Chefkoch John in der Küche beim Gemüse schnibbeln sein, oder Andrew dem Zuständigen für die Instandhaltung der Örtlichkeiten beim Putzen und aufräumen helfen, mit Benni „dem man für draußen“ Holz hacken gehen oder sonstiges. Oft muss ich auch Essen mit einem von unseren Vans in eine Unterkunft transportieren, oder mal Autos waschen, bügeln, Fenster putzen, Betten machen usw.

Klingt alles nicht so spannend, ist es auch nicht. Aber ich bin ja zum Glück nicht der einzige Freiwillige hier. Zusammen mit mir arbeiten Mark ein Franzose, Juan Carlos ein Ecuadorianer und Ralph ein deutscher. Die Festangestellten sind Größtenteils auch echt schwer in Ordnung und der Job echt okay und auszuhalten.

Ich wohne in einer Lodge, eine Art riesen WG ungefähr 2 Minuten vom Hauptcamp entfernt. Mit mir wohnen, die anderen 3 Freiwilligen, Mark, Carlos und Ralph (Ralph hat uns allerdings aus persönlichen Gründen frühzeitig entlassen), Grant (der zuständige für Outdoor Aktivitäten), Sarah (eine Studentin, die 1-2 Tage im Camp arbeitet und dafür kostenlose Logie bekommt). Das ist der Kern.
Dazu gab es in der ganzen Zeit sehr viele Neuzugänge und Leute die uns aus den verschiedensten Gründen, wieder verlassen haben. Da wäre Ross, ein Schotte der zu Zeit auch hier wohnt und arbeitet. Marion, eine Deutsche die auch im ICJA Programm ist und ihr Projekt zu uns gewechselt hat. Benni, „der Mann für draußen“, der seine Frau verlassen hat und jetzt auch hier eingezogen ist.
Ganz aktuell sind wir also Mark, Carlos, Ross, Marion, Grant, Sarah, Benni und Ich.
Acht Leute ist doch schon eine ganze Menge, trotzdem haben wir alle unser eigenes Zimmer, wenn auch recht klein, 3 Klos, 3 Badezimmer, 2 Wohnzimmer, eine Küche und ein Esszimmer. Die Lodge liegt am Berg und wir haben Blick auf die komplette Bucht und Meer. Vom Living Springs bis ins Herz von Christchurch fährt man 20 Minuten mit dem Auto über einen Pass, da die Stadt auf der anderen Seite des Berges liegt. Auf unsere Seite liegt allerdings Lytellton, die Hafenstadt Christchurchs wo man mal für ein Bierchen hinfahren kann wenn man möchte. Dauert vielleicht 15 Minuten. Der nächste Bade und Surfstrand ist auch so ungefähr 20 Minuten entfernt und heißt Sumner oder Taylors Mistake, je nachdem was man für Wellen haben möchte.

Das sind schon Entfernungen an die ich in Bremen nicht gewohnt bin, jedoch habe ich mich mittlerweile daran gewöhnt, dass man sich eh nur mit dem Auto fortbewegen kann.
Ich bin aber sehr zufrieden mit der Lage des Camps, es ist einfach toll, mitten in einer Art Paradies zu wohnen, eine Großstadt und das Meer trotzdem nah zu wissen.

In meiner Freizeit besuche ich wieder regelmäßig das Gym, geh in das schöne Citycenter von Christchurch, besuch meine „Nachbarn“ Benni und Chris im Childrens Home, geh Samstag Abend mit den Jungs aus, schreibe meinen Blog, lese viel oder guck DVD's (wir haben einen gigantischen Fernseher im Wohnzimmer). Als das Wetter noch besser war, war ich auch öfter mal mit Benni und Chris surfen oder in den Christchurch Gardens entspannen. Mit Mark und Carlos verstehe ich mich bestens und wir sind oft zusammen unterwegs.
Vor 2 Wochen erst waren wir mit Grant Rock Climbing in den Bergen vom Living Springs. Das war das erste mal für mich so richtig in der Natur klettern zu gehen. Und durch meine Praxis in der Indoor Halle in Rotarua hab ich mich richtig gut geschlagen und konnte sogar ein recht schwierigen Berg bewältigen. Hat richtig viel Spaß gemacht! Langweilig wird mir hier also eher selten, was nicht heißen soll das es nie vorkommt.

Ein ganz besonderes Highlight im April war der Besuch aus der Heimat. Mama & Papa + Ansgar und Anna sind tatsächlich einmal um die halbe Welt geflogen, um mich besuchen zu kommen. Selbstverständlich auch um Neuseeland kennen zu lernen und zu bereisen. Sie hatten 3 Wochen Zeit und haben dank Mamas erfahrener Reiseplanung, eine Menge tolle Sachen mitnehmen können. Mit dabei war natürlich auch ein paar Tage hier bei mir in Christchurch.
Ich habe ihnen stolz meine Heimatstadt zeigen können und wir haben mit einem super Wetter, Stadtkern, Gärten, Märkte erforschen können. (Papas Special, das Christchrch Hospital durfte natürlich nicht fehlen ;-) Einen Abend gemütliches Essen bei mir im Camp und den anderen bei einem Italiener.
Neuseeland hat glaube ich einen schönen Eindruck hinterlassen und für mich war es toll eine verfrühtes Heimats Gefühl zu bekommen, wenngleich es mich ein bisschen betrübt hat und ich mir sicher sein kann, zurück kehren zu wollen.


Der letzte Monat ist für mich angebrochen und ich freue mich wirklich riiichtig doll bald in den Flieger zu steigen und ins sonnige Californien zu fliegen. Die Tage in den USA werden bestimmt nochmal was ganz besonderes.

Ich vermisse einfach Deutschland mit all sein Charakterzügen. Vor allem auch die Menschen... man sagt immer Deutsche sind so ernst und nicht fröhlich und grimmig. Mir ist aufgefallen, dass das manchmal gar nicht so schlecht ist. Wieso sollte man immer so scheinfroh und vor allem verdammt freundlich zu jedem sein. Es ist völlig okay, jemand mal nicht an zulächeln, wenn einem nicht danach ist. Das ist mir hier auf der Arbeit, besonders aufgefallen. „You don't, always, have to hold your hands higher then you're heart.“
Nur mal so, was mir in den letzten Tagen durch den Kopf gegangen ist.

Jetzt sollt ihr natürlich nicht denken, ich freue mich endlich wieder auf Deutschland und seine ganzen mürrischen und unfreundlichen Leute ;-), ich freue mich auf Bremen, auf die tollste Stadt der Welt ;-)! Generell richtig schöne Städte die Geschichte und Kultur in sich haben. Deutschland ist einfach ein Land was schon vieles Erlebt und hinter sich gebracht hat.

An erster Stelle stehen natürlich meine Lieben, Nina und ich zählen schon jeden Tag. Ich habe an der Wand in meinem Zimmer einen Kalender an der Wand hängen, wo ich jeden Tag wegstreiche bevor ich ins Bett gehe. Mir ist aufgefallen das der Strich, der das Tageskästchen durchkreuzt mit jedem Tag intensiver und dicker geworden ist. Ich glaube das hat etwas zu bedeuten :-)!

Das war der wahrscheinlich vorletzte Eintrag, meiner Neuseeland Zeit. Ich melde mich dann nochmal, kurz bevor es aufregend wird.

P.S. Ich habe zwei neue Ordner mit Bildern hoch geladen. Einmal „Living Springs“ welcher die Arbeit und Umzu beinhaltet und einmal „Christchurch Zeit“ der alles übrige beinhaltet.

Dienstag, 5. Mai 2009

Roadtrip mit Nina

Am 2. Februar war es endlich soweit! Ich konnte Nina am Flughafen in Christchurch, in meine Arme schließen. Alles war ganz aufregend und ich hatte eine frohe Nachricht zu überbringen...
Nämlich hatte ich nach vielen Telefonaten und Diskussion, es irgendwie so hin biegen können, dass obwohl ich gerade erst 5 Wochen frei hatte und vom Reisen wieder gekommen bin, der Arbeit für 3 weitere Wochen entrinnen konnte.


Vom Flughafen ging es direkt zu mir in das Living Springs Camp, meine zukünftige Arbeitsstelle und Wohnort. Schnell haben wir Ninas Gepäck, in mein noch nicht eingerichtetes Zimmer geschmissen und sind gleich weiter gezogen, da wir zum wilkommen's BBQ mitsamt allen Mitarbeitern geladen waren.
Unsere erste Nacht mussten Nina und ich getrennt verbringen, da das Living Springs ein Christliches Camp ist und Männlein und Weiblein nicht gestattet ist, Nächte zusammen zu verbringen, wenn sie nicht verheiratet sind. Bienen und Blumen und so...
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns vom Living Springs und konnten unsere Große Reise antreten.
Ich hatte mit Benni ein Deal abgeschlossen. Und zwar besuchte ihn ebenso seine Freundin aus Deutschland, allerdings schon in der Zeit des Reisemonats. Und die beiden brauchten dann nur für diese Zeit ein Auto, um so wie Nina und ich herum zu reisen. Da wir auch noch keines hatten und ich eh eines brauche für das nächste halbe Jahr (Benni nicht, da in seinem Projekt, Autos gestellt werden), kaufte er einen Van, den ich ihm nach seiner Reise abkaufte. So machte er nicht so viel Verlust und ich musste mich nicht mehr um ein Auto kümmern. Allerdings kaufte er nicht nur irgendeinen Van, sondern DEN Van schlecht hin.
Ein knall orangefarbener Nissan Homy, getönte Scheiben, Baujahr 1989. Drei sitze vorne und eine Bank hinten. Und dahinter ein riesiges Bett für 2. Einfach nur perfekt! Und jetzt nachdem er Benni und seine Freundin einmal quer durch Neuseeland gebracht hat, ist es nun meiner und Nina und ich konnte voll durchstarten, mit unserem Homy.

Erstmal erkundeten wir Christchurch, schauten uns den Botanischen Garten an, schlenderten über Märkte und durchs Art Center, tranken ein Bierchen im Dux de Lax und nahmen schließlich die alte Straßenbahn zurück zum Auto. Christchurch zählt 100 %tig mit zu meinen Lieblingsstädten in NZ. Es hat einfach Flair und Atmosphäre und ist mit 350.000 auch schon eine richtige Stadt.
Abends besuchten wir Benni und Christoph in ihrem Projekt, welches nur 10 Minuten vom Living Spring entfernt liegt. Die beiden arbeiten im Cholmondeleys Childrens Home, eine Institution für Kinder, die in einem sehr schlimmen sozialen Umfeld aufgewachsen sind und daher keine oder nur eine sehr schlechte Erziehung genießen konnten. Dementsprechend ist ihr sozial Verhalten im Alltag schlimm und sie benötigen Betreuung und im manchen Fällen auch permanente Unterkunft. Wer mehr über die Arbeit im Kinderheim wissen möchte, schaut einfach mal auf Christophs Blog, in meiner Blog Liste.
Wir hatten eine nette Runde bei einem Glas Wein und knabber Zeug. Zum schlafen fuhren Nina und ich mit dem Van runter ans Meer, von wo man einen tollen Blick, auf Lytellton, die Hafenstadt von Christchurch hat.
Bei Christchurch liegt die Banks Peninsula, eine Halbinsel, auf der unter anderem die kleine Stadt Akaroa liegt. Sie war unser Programm für den Tag. Allerdings hatten wir ein bisschen was anderes vor als nur ein Stadtbummel.
Akaroa ist vor allem dafür bekannt, dass eine Bootgesellschaft Leute mit raus aufs Meer nimmt und man dort, mit den nur in den Gewässern rund um Neuseeland, existierenden Hektor Delfinen schwimmen kann. Genau das machte wir und es war echt ein cooles Erlebnis. Man bekommt einen dicken Neopren Anzug und dann geht’s nach 20 Minuten Bootsfahrt ins kalte Nass. Muss gestehen, bevor ich die Delfine zum ersten Mal zu Augen bekommen hatte, war mit schon so ein bisschen anders, da es ja bekanntlich nicht nur friedliche Wesen im Meer gibt. Und mit sonem schicken Neo, könnte der eine oder andere, einen schon mal für eine leckere Robbe halten. Passiert ist aber natürlich nichts und die Hektor Delfine sind gerade mal 1,50 Meter lang und total freundlich und verspielt.

Noch am gleichen Tag fuhren wir weiter bis zum Lake Tekapo, der ziemlich weit im Landes inneren liegt. Deswegen stand der Mond schon im Himmel als wir den See erreichten und wir suchten uns einfach nur ein Platz zum schlafen.
Aufgewacht in knallender Sonne, ein unvorstellbares Panorama bot den perfekten Ort für eine Schüssel Frühstücks Müsli.
Nach einem Spaziergang zu einer kleinen Kirche und einer Partie Minigolf fuhren wir weiter Richtung Queenstown.
Zwischenstopp machten wir noch einmal bei dem Nachbar See vom Lake Tekapo, dem Lake Pukaki. Dort nahmen wir, in dem unwirklich türkis farbenen Wasser, ein Bad und ließen uns anschließend in der Sonne trocknen. Auf den Gipfeln der massiven Gebirgsfront am Horizont, konnte man trotz des Sommers, eine große Menge an Schnee ausmachen. Vor allem auf dem Mount Cook, den man auch vom See aus sehen konnte.

In Queenstown angekommen, machten wir ein Spaziergang am Pier, putzen verbotener Weise in einem Backpacker die Zähne und vielen müde ins Bett.
Am morgen fuhren wir mit dem Van in ein Waldgebiet am Rande der Stadt, Picknickten dort, anschließend stand eine shopping tour in der City und ein Besuch in der Queenstown gardens an. Wir beendeten den Tag mit einem Kinobesuch und schauten uns „Valkyre“, der Film mit Tom Cruise in der Rolle des Staufenbergs zu NS- Zeiten, an. Recht imposant!

Da unsere Zeit leider knapp bemessen war, sind wir am nächsten Morgen gleich weiter Richtung Fox Glacier gefahren, einer der zwei mächtigen Gletscher hier in Neuseeland. Doch bis wir dort ankamen, gab es einige Zwischenstopps. Ich wollte noch unbedingt ein Radio für den Van haben, dass man sich auf den langen Fahrten ein bisschen ablenken kann. Wir fuhren bei einem Schrottplatz (Parkinson Wrecker :D) vorbei und die hatten glücklicherweise gerade ein altes da, was der Händler uns für 50 $ plus Einbau verkaufte. Einfach Top!
Nächster ungeplanter Halt waren die Gates of Haast. Das sind riesengroße Wasserfälle, die unter einer one lane bridge hin durchfließen, kurz bevor man die Stadt Haast passiert. Wir entdeckten sie ganz zu völlig bei der Fahrt über die Brücke und waren von den gewaltigen Wassermassen so gefesselt, dass wir eine Weile halt machten.
Schließlich gegen Abend hielten wir am Strand von Haast und kochten was zum Essen, mussten das jedoch dramatisch schnell beenden, da Sandflies uns regelrecht attackierten und uns auf aßen. Flucht also in den Van, Nina übernahm das Steuer und ich mutierte zum Massenmörder um alle Sandflies zu beseitigen, die es irgendwie sogar ins Auto geschafft haben.

Nachts erreichten wir rollend Fox city, da der Tank fast leer war, machten uns fertig in einem Holiday Park Campingplatz und schliefen dann am Straßenrand neben einem Backpacker, indem wir am nächsten Morgen gleich eincheckten.
Wir hatten einen Strandtag eingelegt und entspannten mit Buch und Sonne. Am Abend schauten wir uns ein Film mit Paciono im Backpacker an.
Dann war der Tag gekommen, früh morgens arbeiteten Nina und ich im Teamwork, frühstückten und präparierend die Sandwiches für die Gletscher Tour.
Angekommen an der Tal Station des Glaicers, gab es eine positive Überraschung für uns beide. Normalerweise macht man die Tour mit einem Guide und einer Gruppe bis zu
25 Leuten, doch diesmal hat sich für diesen Zeitpunkt des Tages niemand eingeschrieben. Bedeutet wir bekamen einen Privat Guide nur für uns. Das waren also schon mal großartige Bedingungen. Doch es sollte noch besser kommen...
Erstmal bekamen wir eine Einweisung in das Bergsteigen und unsere Ausrüstung zu der gehörten: Wanderschuhe plus ice -spikes zum anschnallen, Wanderstock, Jacke+Hose und ein Rucksack.
Dann ging es los, wir wurden von unserem Fahrer abgeholt und hatten den ganzen Bus nur für uns. Er brachte uns und unseren Guide an den Fuß des Gletschers.
Unser Guide hieß Matias und kommt aus Argentinien. Er führte uns ungefähr eine dreiviertel Stunde durch den Busch. Der Aufstieg war recht steil, aber zu bewältigen.
Danach wurden die spikes an geschnallt und es ging aufs Eis.
Zuerst waren wir beeindruckt von Eiszauber und Sonnenschein, später mussten wir mit Abenteuer Regenluft durch die Eislandschaft stapfen.
Beim Lunch sind wir gerade so einer Lawine entkommen, aber mit Matias und seiner Spitzhacke war das alles kein Problem.
Es war einfach ein unbeschreibliches Erlebnis und für mich und Nina was komplett Neues.
Nach einer heißen Dusche und einer Stärkung fuhren wir am Abend noch nach Greymouth, übernachteten dort am Strand.


Mit einer Erfrischung im Meer und einem Strand Frühstück hatten wir ein guten Start in den Tag. Auf dem Weg weiter Richtung Norden, machten wir Halt für ein Spaziergang bei den berühmten Pancake Rocks.
Weiter über Westport, am Abend in Nelson angekommen und mit Subway Sandwich einem Straßenmusiker bei seiner Arbeit gelauscht.
Den Nächsten Tag nutzen wir zur Vorbereitung auf den Abel Tasman Park, checkten in ein Backpacker ein, wuschen unsere Klamotten, räumten mal ordentlich im Van auf, kauften Profiant ein, buchten in der I-side unsere Kajak Tour für den nächsten Tag und rundeten den Abend mal wieder mit einem Kino Besuch ab (Gran Torino).

Wir wurden unsanft von einem großen Geräuschpegel aufgeweckt. Verursacht durch Regentropfen, die auf das Dach des Vans prasselten. Sehr sehr ärgerlich, denn wir hatten ja eigentlich unsere Kayak Tour geplant. Also fuhren wir mit einem unguten Gefühl los Richtung Kayak Verleih.
Und wie wir uns eigentlich schon dachten, war es nicht möglich bei diesem Wetter hinaus aufs Meer zu fahren, aus Sicherheitsgründen, da auch die See sehr unruhig war. Geknickt zogen wir also weiter, wenigstens bekamen wir unser Geld zurück.
Das ganze verschaffte uns mehr Zeit und wir buchten unsere Fähre auf die Nordinsel noch am selben Tag. Die Fahrt über versteckten wir uns im Van und konnten so die Fahrt über schlafen. Es sind zwar Kontrolleure um die Autos patrouilliert, jedoch hat der Homy ja verdunkelte Scheiben, also alles kein Problem ;-)
Ausgeruht am Hafen von Wellington angekommen. Obwohl wir die Insel gewechselt hatten, konnten wir dem Regen nicht entrinne. Der verregnete Tag bot sich aber unglaublich gut für ein Museums Besuch an.
Das national Museum Neuseelands das „Te Papa“ ist riesig groß, umsonst und sehr Interessant gestaltet. „Te Papa“ ist Maori und bedeutet übersetzt "Der Ort der Schätze dieses Landes". Im Museum wird auf sechs Ebenen das Land von den vielseitigsten Aspekten beleuchtet. Insbesondere wird die Entwicklung Neuseelands, von den ersten Besiedlungen an bis zum heutigen modernen Staat dargestellt. Ist ziemlich sehenswert, falls ihr mal die Gelegenheit bekommt, an einem verregneten Tag in Neuseelands Hauptstadt zu sein.
Als wir wieder draußen waren, war es bereits dunkel geworden und wir versuchten ein Backpacker zu finden, der im lonely planet empfohlen wird. Jedoch nach 2 Stunden vergeblicher Suche inkl. Erfragtem Rat beim Straßenpolizisten wollten wir gerade aufgeben, als wir völlig unerwartet genau davor standen. Allerdings war es schon zu spät... also fuhren wir auf dem Mount Victoria und übernachteten dort.


Der nächste Tag war reserviert fürs schoppen bis zum umfallen, wenn auch ganz ohne Erfolg. Diesen Abend wollten wir uns den Stress nicht antun, nochmal den Backpacker vom Vorabend aufzusuchen und entschieden uns in einen anderes zu gehen, welcher ziemlich unhygienisch, aber total familiär war. Die Nacht verbrachten wir auf der Couch im Wohnzimmer der Lodge und schauten eine DVD mit allen andere Gästen (max. 10) zusammen an. Auf Spanisch mit Englischen Untertiteln (weil die meisten Gäste Südamerikaner waren), war auch mal eine interessante Mischung.
Vielleicht war das ganze eine Ecke zu Familiär für uns, denn wir kamen mit einem Deutschen Paar ins Gespräch, dass uns im Verlauf des Gesprächs nach unserer Reisroute fragte. Und als wir dann meinten: „Morgen früh fahren wir weiter nach Taupo.“, kam die schon befürchtete Frage: “Coool, da wollen wir auch zu völlig hin, könnt ihr uns vielleicht mitnehmen??“
Wie soll man sich da noch raus reden? Ich glaube hätte ich daraufhin gesagt, ach ne hab ich vertan, wir fahren nach Gisbourn, hätten sie auch freudig eingestimmt.

Also verabredete man sich für den nächsten Morgen. Nina und ich hatten erst überlegt ob wir uns einfach aus dem Staub machen sollten, aber um unauffällig abzuhauen war der Backpacker einfach zu klein. Also luden wir Thomas und seine Freundin Rachel ein und fuhren los, mal wieder gen Norden.
Die Fahrt wäre ja auch gar nicht so schlimm gewesen...eigentlich,
wenn Thomas der alte Kampfkünstler, auch nur für eine Sekunde mal, sein Freßbrett hätte schließen können.
Naja... Taupo ist nicht alzuweit weg und gegen frühen Nachmittag waren wir am Ziel um schmissen die beiden raus.
Nach einer Stärkung bei Burger Fuel, einem Einkauf im Supermarkt stellten wir uns mit dem Van direkt an den Lake Taupo und nächtigten dort.

Meine Nacht war allerdings nicht sehr entspannt, da ich eine gewisse Sache nicht aus dem Unterbewusst sein drängen konnte.
Nina hat mich dazu überredet einen Fallschirm Sprung mit ihr zu machen. Von alleine hätte das ganze nie gemacht, aber ich hatte keine andere Wahl. Also am nächsten morgen dann, sollten wir uns noch einmal mit der Sprung Gesellschaft in Verbindung setzten, um sicher zu gehen, dass der Sprung statt finden kann aufgrund von Wetterverhältnissen. Ansage: Sprung kann statt finden, allerdings mit einer Stunde Verspätung, da die Wolken sich erst auflösen müssen.
Ich hatte also noch eine weitere Stunde um mich zu Tode zu fürchteten. Klasse! Dann fuhren wir zum Flughafen. Nina musste meine Musik auf höchster Lautstärke ertragen, ich musste mich einfach irgendwie ablenken.
Angekommen und das Hanger betreten. Unseren Mitspringern war die Angst ins Gesicht geschrieben. Nicht lange dauerte es da wurden wir unseren Jumpern zugewiesen und mit Springer Ausrüstung bekleidet. Dann gab es eine individuelle Lektion für den Moment des Sprunges aus dem Flugzeug.
Dann war der Moment gekommen und Nina und ich bestiegen das Flugzeug mit noch ein paar anderen. Es ging hoch auf 12.000 Fuß oder auch 3657,6 Meter. Ist schon ein Stück... und man hat wunderbar Zeit sich auszumalen wie es gleich sein wird, an der Tür des Flugzeug zu sitzen und einfach raus zuspringen. Vor allem war ich mit meinem Springer ganz zum Schluss dran und ich durfte beobachten wie einer nach dem anderen einfach mit einem Schwupps von der Bildfläche verschwand. Nina warf mir noch einen aufgeregten schelmisch Blick zu und verschwand ebenfalls im nix. Dann war es auch für mich so weit, ich bin mit meinem Springer hinter mir, an den Rand der Tür gerutscht und so sehr ich mir auch geschworen hatte nicht nach unten zu schaun, tat ich es doch. Ehe ich die Situation verarbeiten konnte, überschlug ich mich schon einmal in der Luft und raste mit 200 km/h auf den Boden zu. Adrenalinespiegel auf 150, ungefähr nach 45 Sekunden freiem Fall öffnet sich der Schirm und ich segelte weitere 10 Minuten frei wie ein Vogel gen Erde. Einfach unbeschreiblich unglaublich unfassbar! Muss man mal ausprobiert haben.

Nach diesem Ereigniss fuhren wir weiter nach Rotorua und machten auf dem Weg Pause im Thermal Wonderland. Angekommen in meiner ehmailigen Heimatstadt, führte ich Nina durch den Rainbow Springs Park und anschließend enspannten wir im Polynesien Spa unter Sternhimmel.

Noch waren wir immer nicht am Ziel, sondern fuhrern noch weier zur Küste nach Tauranga wo wir am Strand übernachteten.
Bei bestem Wetter legten wir ein Strand Tag ein und machten uns abends auf Richtung Norden und suchten trauriger weise schon die letzte Große Stadt auf, bevor wir nach Auckland mussten, von wo Nina mich wieder verlassen würde. Coromandel.
Coromandel ist eine Stadt oder vielmehr eine Region die auf eine ganz besondere Weise schön ist. Nina und ich suchten uns im Lonly Planet den Standort des Hot water Beaches heraus um einen Platz für die nacht zu finden und eine Beschäftigung gleich am nächsten Morgen. Der berühmte Hot water beach ist dem Namen nach, ein Strand der direkt über einer brodelden thermal quelle liegt. In den 4 Stunden Ebbe hat man die Möglichkeit sich seinen eigenen kleinen Privat Pool zu buddeln und direkt am Meer heiß baden zu gehen.
Doch genau diese nächsten vier Stunden traten erst am nächsten Abend ein. Deshalb übernachteten wir dort und fuhren vor unsere buddel Badesession zum Hahei Beach und starteten von dort einen 4 Stündigen walk zum Cathedral Cove, ein riesen Loch im Berg. Echt toll, jedoch taten unsere Füße echt weh nach dem Walk, da wir dachten der Weg führte die ganze Zeit am Strand entlang, was er nicht tat. Abends maschirten dann leider massen mit uns zum hot water beach, jedoch mussten wir uns so nicht die Arbeit machen großartig zu buddeln sondern passten einfach einen Moment ab, wo ein pärchen ging und wir in ihren Pool springen. Total unwirklich!

Von Cormandel City fuhren wir am nächsten morgen Richtung Auckland, machten eine ganz vorneheme Futterpause in der Matatoki Cheese Farm.

Gegen Abend erreichten wir dann unser Finales Ziel unserer Reise. Auckland City.
Was aber noch nicht der Abschied bedeutete. Wir hatten noch einiges im Petto für diese Stadt. Den nächsten Tag verbrachten wir Großteils mit einer Tour durch die Sadt, mit neidischem staunen über die Riesen Jachten vom Viaduct Habour und einer Fahrt über die Harbour Bridge.
Vorletzter Tag war angebrochen. Diesen wollten Nina und ich auf der Waiheke Island verbringen, eine Insel die gerade mal 30 Minuten mit der Fähre von der Küste Aucklands entfernt ist.
Die Insel schien genau das Gegenstück von dem wilden, lauten immer unter Strom stehenden Auckland zu sein. Alles hatte ein gemächliches Tempo und es gibt viele malerische Buchten und tolle Strände. Nuna und ich mieteten uns 2 Fahrräder und machten uns einen schönen Tag.
Der nächste Morgen des letzten vollständigen Tages brach an.
Nina und ich hatten den Tag mit einem Besuch, in die großen Fischhallen Aucklands gestartet.
Es war noch mitten in der Nacht als wir die riesen Hallen betraten. Hier hatte wahrscheinlich noch vor wenigen Minuten eine Auktion statt gefunden, die ganz großen Fische waren also schon alle Weg. Jedoch gab es trotzdem noch unglaubliche Exemplare zu sehen. Der Fischhandel von Auckland ist echt sehr beeindruckend und sehenswert.
Danach mussten wir erstmal ein Nickerchen machen, dass sich auf mehrer Stunde ausdehnte.
Der Zeitpunkt für das Rucksack packen für Nina gekommen. Deprimierend... Doch etwas ganz bestimmes sollte uns und vor allem mich alle abschiedssorgern verschwinden lassen.
Iron Maiden spielte am Abend im Mount Smart Stadium / Auckland und wir hatten Karten ;-)! Ein Traum war wahr geworden... "I got 2 tickets to Iron Maiden baby, Come with me Friday, Don't say maybe...”
Wir fuhren gegen Abend zum Stadion und mit jedem Meter auf der Straße sahen wir mehr laute, fröhlich, schwarz gekleidete Leute die sich alle gemeinsam auf die selbe Sache freuten. Das vertraute Vorspielt eben. Ich freute mich mit ihnen, Nina entgegen fühlte sich unbehaglich :D! Es war ihr erstes richtiges Konzert und dann gleich so eine Wucht!
Wir parkten den Van wie soviele andere in einer Seitenstrasse unter einer Laterne. Dann maschierten wir los, durch den security check, in die Menge.
Drei Stunden gebalte Faust gitarren Solis, harte Riffs und die gigantische Stimme von Bruce Dickenson, dass ganze unterstrichen mit Pyrotechnik, waren überragend. Ich hab Nina an den spannensten Stellen hochgehoben, ansontsten gabs ein Großbildschirm für die Zwerge. Es war echt ein gutes Konzert und sogar Nina hat es gefallen.
Gut gelaunt kamen wir zurück zum Auto, vertieft in gegenseitiges vorschwärmen vom erlbeten. Ich gab Nina den Schlüssel zum aufschlißen... es war aber bereits offen. Als sie dir Tür öffnete, war das vertraute Bild verändert worden. Nichts war so wie wir es vorgefunden hatten.
Der Van war bis auf ein paar rumliegende Sachen, einfach komplett leer. Ich wollte es einfach nicht wahr haben, aber es war geschehen. Jemand hatte das Fenterschloss geschrottet und dann mit der Hand von außen die Knöpfe hochgezogen. Ich rief die Polizei und machte ein Polizei Report mit dem Officer. Im Verlauf dessen musste ich ebenfalls aufzählen was abhanden gekommen ist. Das aller schlimmste, Ninas komplett gepackter Rucksack, fertig für den Abflug am nächsten Tag, war einfach verschwunden. Heißt von ihr war einfach alles, was sie mit nach Neuseeland gebracht hat, verschwunden. Klamotten, Schmuck, Taschen, Schuhe, Handy und das Komplette Portmonaie mit Passport, Perso, Führerschein, Flugticket, Bankkarten, der Rucksack an sich... einfach alles. Inklusive der neu gekauften Sachen wie Mitbringsel usw.
Von mir war meine Winterjacke, Tasche, Handy, MP3 Player, Reisepass und viele Kleinigkeiten weg. Den größten Teil haben sie zurück gelassen, da alles verstreut war und nicht so schön zusammengepackt wie bei Nina. Wir vermuten das sie im Zeitdruck waren. Ich hatte aus instinkt heraus an diesem Abend mein Portmonaie plus Kamera in meine Kulturtasch geschmissen. Diese Gabe hab ich wohl vom meinem Vater auch wenn sie oft eine bisschen Paranoid erscheinen mag hat sie diesmal geholfen. Allerdings das traurigste und ärgerlichste von allen war wohl, das ¾ unserer Fotos die wir die ganze Reise über geschossen hatten auf einer SD Karte waren die ebenfalls gestohlen wurde. (Deswegen gibt es leider erst ab Greymouth Bilder) Hinter dem Auto waren auch Spuren vom zerbrochen Fensterscheiben zu sehen und die Polizei meinte sie hätte in der Nacht viele ähnliche Fälle um das Gelände rum aufgenommen. Ich hatte also mit einer verzweifelten Nina im Arm und die Polizei am Ohr damit zu kämpfen nicht selbst durchzudrehen. Aus irgendeinem mysteriösen Grund hatte Mama genau in diesem Moment, zu Hause sitzend, daran gedacht uns anzurufen, einfach so um mal zu schaun wie es und denn geht und wie die Reise war. Wenn das keine seelische Verbindung war... Es half alles nichts, wir mussten zurück zum Backpacker und versuchen einen klaren Kopf zu bekommen. Am nächste morgen klingelte der Wecker um 6 Uhr. Am Abend musste Nina in den Flieger Springen, doch sie hatte kein Reisepass mehr, kein Personalausweis, kein Flufticket, kein gar nichts.

Das sollte also ein langer Tag werden. Wir riefen Quantas Airlines an, machten treffen mit dem Deutschen Konsulat aus, fuhren zur Polizei, mussten Passfotos machen für einen emergency passport und und und...
Als alles das geklärt war konnten wir sicher gehen das Nina sicher ins Flugzeug steigen konnte. Um den Abschied nicht völlig zu verkorksen waren wir noch essen.

Der letzte Tag lief vielleicht nicht so ab wie wir uns das vorgestellt hatten, trotz alledem konnte dieser Tiefschlag, nicht die ganzen einzigartigen tollen Momente unsere gemeinsamen Zeit überschatten. Ich glaube das ganze hat Nina und mich noch mehr zusammengeschweißt und hätten wir uns gegenseitig nicht gehabt, wäre alles um ein vieles schwieriger gewesen. Was mir auch klar wurde in so einer Situation, wie wichtig es doch ist, Familie und Freunde zu haben. Unsere Eltern unterstützen uns selisch übers telefon und auch meine Freunde hier, booten uns jegliche Hilfe an, die sie aus ihrer Position für uns tun konnten. Darüber bin ich richtig froh und schätze mich glücklich. Man sollte das nie vergessen. Vielen Dank!

Dann war es soweit ich brachte Nina zum Flughafen. Es war hart, depremierend und schwer sich gerade jetzt nach so einem Vorfall zu trennen. Gerade für Nina die mit nichts als sich selbst und den Klamotten die sie am Vorabend getragen hatte, in das Flugzeug steigen müssen.
Sie hat viele Persöhnliche Materielle Sachen hier in Neuseeland verloren, aber denoch eine großes Specktrum an schönen Erlebnissen gewonnen.

Wir haben uns gegenseitig geschworen die letzten 4 Monate auch noch zu bewältigen. Jetzt wo ich euch von dem ganzen Bericnhte, sind es nur noch 7 Wochen übrig bis ich selbst in den Flieger steige und ihr nach Hause folge. Und wir haben es geschafft.

Mein Tag war allerdings noch nicht verüber. Noch am selben Tag fuhr ich los...
Start: Auckland. Ziel: Christchurch. Ich hatte 20 Stunden reine Fahrzeit zu bewältigen, da ich am nächsten Mittag Arbeit musste. Hart aber machbar. Ich kaufte mir ein 6 Pack red Bull und bretterte Highway number One von Nord bis zur Südinsel runter. Einzige Rast war die Fährenfahrt. Hab es überlebt und wurde in Christchurch von Christoph und Benni herzlich in Emfang genommen. Wir sind erstmal einmal eine Bierchen trinken gegangen haben über alles gequatscht. Danke Jungs! Nach meiner Arbeit viel ich einfach nur noch K.O. Ins Bett.

Das wars Leute, aufregendes Abenteuer mit einem unerwarteten Ende fand seinen Schluss.
Toll wars trotdem!

Ich kläre euch demnächst darübe auf, was ich in den letzten Monaten Arbeit erlebt habe und was sonst so geht. Keine Angst es wird wohl kaum so lang dauern, bis es das nächste Update gibt, denn in der Zeit bin ich schon zu Hause und könnte euch selbst davon berrichten ;-)!

Machts gut!


(Neue Bilder in meiner Bildergallerie)

Freitag, 24. April 2009

Beached As

Um euch ein bisschen zu unterhalten, bis ich den nächsten Eintrag posten kann, schaut euch das hier mal an:

A whale wakes up on a New Zealand beach...

http://www.youtube.com/watch?v=ZdVHZwI8pcA

(so reden Hardcore Kiwis ;-)

Sonntag, 29. März 2009

Demian Bonus Zuschlag (Road Trip )

Mir ist neulich mal aufgefallen, dass ich ja auf den ganzen tollen Fotos selbst kaum vertreten bin, da ich ja meist hinterm Objektiv sitze. Deswegen habe ich eine kleine, etwas größere Sammlung von den Bildern, der anderen zusammen gestellt. (Siehe Bildergalerie)

Viel Spaß damit!

Donnerstag, 19. März 2009

Roadtrip mit meinen Jungs

Lang lang ist' her das ich mal wieder was ordentliches abgeliefert habe...
Fast 2 eineinhalb Monate sind vergangen und es ist soo viel passiert.


Zu aller erst mal, ich bin wohl auf und zurück, von dem unglaublich tollen Trip, den ich mit meiner Freundin Nina, für 3 Wochen gemacht habe. Er war durchweg schön, bis auf einen sehr unangenehmen Tiefschlag, ein Tag bevor ihrer Abreise. Dazu aber erst wenn wir chronologisch soweit sind.

Erst mal sind die Jungs dran...
Wir befinden uns für den Start in Rotorua. Vorerst beschritten wir unseren Weg nur zu dritt. Mit an Bord Noshad und Malte und natürlich meine Wenigkeit. Als Transportmittel diente uns Maltes silberner Subaro.
Erster Stop war das East Cape, der „östlichste Punkt der Welt“ und der Ort wo man als erster Bewohner der Erde, den Sonnenaufgang bewundern kann.
Wir folgten einem extrem schmalen Schotter Weg, der sich direkt an den Klippen entlang schlängelte. Es war bereits mitten in der Nacht und wir konnten das Meer irgendwo unter uns gegen die Felsen donnern hören. Seit 2 Stunden hatten wir keine Autos, keine Häuser, kein gar nichts mehr gesehen, nur die Augen der Kühe am Straßenrand, warfen uns ein vom Autoscheinwerfer reflektierten, grün schimmernden Blick zu.
Gegen Mitternacht dann, konnten wir am Horizont den berühmten vierstrahligen Leuchtturm ausmachen. Das Ziel war also erreicht und die Nacht wurde im Auto verbracht, da wir zu faul waren die Zelte aufzuschlagen (eigentlich hatten wir zu viel Schiss, aber nicht weitersagen). Die Zeiger des Weckers waren auf 4:30 Uhr gestellt.
Nächster Morgen aufgewacht, es war schon hell... es sollte noch nicht hell sein. Kacke, verpennt! Den Aufstieg der laut Lonly Planet in 20 – 30 Minuten schafften wir in 10. Inklusive Herzinfarkt und Schweißausbrüchen, aber wir waren rechtzeitig zur Stelle um den faszinierendsten und schönsten Sonnenaufgang zu bewundern, den ich je gesehen hatte.
Ich musste zu erst aus horizontaler Lage Fotos schießen, jedoch konnte ich mich nach ein paar Minuten Rekreation aufrichten und grandiose Fotos schießen. Überzeugt euch selbst in meine Album.

Nächster Stop war in Gisbourne, dort waren wir auf schwarzem Sand, für ein Stündchen Joggen und schliefen die Nacht in einem alten Kloster was in ein Backpacker umfunktioniert wurde. Name: Flying Nun (Fliegende Nonne). Sehr cool!

Von Gisbourne weiter nach Napier, auch eine sehr schöne Stadt, ähnlich aufgebaut wie Gisbourne. Dort überlegten wir erst zu zelten, doch die Preise von dem einzigen Zeltplatz in der Nähe vom City Center, waren viel zu überteuert. Also suchten wir wieder eine Unterkunft im Backpacker. Schließlich fanden wir nach langer Suche eine Unterkunft, die zwar auch voll war wie jede andere, jedoch hatte der Besitzer gerade ein neues Zimmer renoviert. Es war allerdings noch nicht eingerichtet, also machte er uns ein Angebot. Wir sollten ihm helfen die Betten von A nach B zu bringen und zusammen zu bauen und dafür konnten wir dort schlafen und bekamen die Nacht sogar günstiger. Eine Nacht im Backpacker kostet grob so um die 20 – 26 $. Mit einer BBH card, eine besondere Memeber Karte die man kaufen kann, kostet der Spaß meistens so von 3 – 6 $ weniger. Minus den „design your own room Rabatt“ , bekamen wir die Nacht für ungefähr 15 $, was umgerechnet nur ca. 7 € sind. Sehr günstig wie ich finde. Man bekommt eine Kochmöglichkeit, Aufenthaltsraum, Schlafmöglichkeit (meist in einem 4er oder 6er Zimmer. Auf englisch: Dorm) und manchmal sogar Sachen wie Internet, Sauna, Pool und Sportmöglichkeiten, Fahrräder und und und.

Die Reise wurde fortgesetzt, Ziel war Wellington. Jedoch entdeckte Malte auf der Fahrt auf einmal zu seiner linken die berühmte Tui Brauerei. Tui ist ein Neuseeländisches Bier, was echt gut Schmeckt und hier so eine Art Kult Status hat.
Also zack rein, und eine Führung gebucht. Wenn man eine Karte kauft bekommt man gleichzeitig 3 Freibier. Da der gute Noshad auch mit von der Partie war und er aus irgendeinem unerdenklichen Grund kein Bier mag, gab es für mich und Malte noch einmal anderthalb drauf.
Und wiederum aus irgendeinem unerdenklichen Grund dachten wir, wir müssen das Bier jetzt in 20 Minuten trinken bevor die Führung beginnt... wir hatten unseren Spaß. Obwohl es verboten war Fotos während der Tour zu schießen, sind ganz unerwartet ein paar auf meiner Kamera erschienen. Nach der Tour waren wir gerade wieder auf normalen Level, als als die nette alte Dame, die uns durch die Brauerei geführt hatte, meinte: „Nun habt ihr Zeit eure Freibiere einzulösen. Ach ihr habt eure schon eingelöst? Na dann kriegt ihr noch eines umsonst!“
Danach war Feierabend und Noshad musste uns weiter nach Wellington kutschieren ;-)

Nach ein paar Stunden und nochmal einer extra Stunde, die nur dafür drauf ging in Wellington einen Parkplatz zu finden, haben wir endlich in einem Backpacker einchecken können, der diesmal nicht so gemütlich und klein wie die bisherigen war, sondern viel mehrein riesen Komplex in Form eines Hochhauses. Vorteil war aber, er lag zentral und man hatte aus dem 9ten Stock einen schönen Blick auf Hafen und Meer.
Am nächsten Tag war der 24. Dezember und für uns alle Weihnachten (Heiligabend). Für die Neuseeländer ist das erst der 25., so wie in den USA. Weihnachten sah für uns so aus:
Alle Jungens hocken zusammen im Backpacker Zimmer, draußen Regen in strömen und ein düsterer Himmel. Ohne Familie und Freunde, ohne Weihnachtsbaum oder irgendetwas geschmücktem. Wellington sah so aus wie zu jedem andern Tag auch. Keine Lichter, kein Weihnachtsmarkt und erst recht keine Leute. Dazu kam noch, dass ich ein bisschen angeschlagen war und ich mich mit Kopf und Hals Schmerzen herumschlagen musste.
Alles nicht sehr schön, aber wenigstens hatte ich ein Päckchen von zu Hause und von Nina bekommen, in dem unter anderem Kerzen waren, die wir dann auf ein sixpack Tui Bier stellten und somit ein kleinen provisorischen Tannenbaum hatten.
Um nicht ganz in Depresionen zu verfallen, ging es shoppen in komplett leeren Straßen und Abends sind wir noch Essen gegangen, auch hier waren wir die einzigen im Restaurant.
Am Abend komplementierte sich dann unsere vorübergehende Reisegruppe. Dirk & Nick (ein Engländer der mit Dirk im selben Projekt arbeitet) und Tom und Hendrik, die die Tage noch in Rotorua geblieben sind und dann jetzt zu uns gestoßen sind.
So ging Weihnachten vorüber und der der nächste Tag versprach richtig schön zu werden. Die Sonne kam raus und wir schauten uns die leer gefegte Stadt und das Parlament Neuseelands an. Mittags fuhren wir mit dem Auto auf den Mount Victoria und genossen die Aussicht über Wellington.
Dritter und letzter Tag in Wellington, war für die Wellington Gardens und die berühmte Cabel Car Fahrt die hinauf und wieder herunter führt, reserviert. Am Abend wurde Weihnachten in den Clubs von Wellington nach gefeiert.
Die Fähre ging gegen Nachmittag und dauert ca. 3 eineinhalb Stunden. Abends erreichten wir die Hafenstadt Picton und fanden eine Schlafmöglichkeit.

Bevor es am nächsten Tag so richtig mit dem Trip auf der Südinsel los ging, mussten wir uns alle ein bisschen streiten, da die Gruppe einfach zu groß war und mehr Zeit mit diskutieren drauf ging, wo denn das nächst beste Ziel sein soll, was es zum Essen gibt, wer einkauft, wer noch was bezahlen muss oder sonst irgendetwas. Also wurde beschlossen das Malte, Noshad, Hendrik und Ich zusammen reisen und der Rest irgendwie anders. Dafür mussten wir dann Hendrik nochmal ganz in den Norden schicken um sein Auto zu holen, da wir noch Christoph in Nelson auf gabeln mussten.
Von da an war es eine echt entspannte Reisesituation und es ging Richtung Süden. Tom blieb vorerst noch, da er den Abel Tasman Park mit uns gebucht hatte.
Erster Stop auf der Südinsel war die Robin Hood Bay, eine kleine Bucht vor der Stadt Blenheim wo wir zum erstmal so richtig unser Camping Equipment nutzen konnten. Abgewaschen wurde im Meer. Geschlafen im Zelt.
Das selbe galt für den nächsten Tag nur die Bucht war eine andere und noch viel schöner als die Erste.
Am dritten Tag auf der Südinsel erreichten wir Nelson, eine sehr schöne kleine Stadt, die uns eine gute Basis bot um uns auf den Abel Tasman Park vorzubereiten. Außerdem verbrachten wir Neujahr in den Clubs der Stadt und feierten ordentlich unsere gemeinsame Zeit in Neuseeland. Dazu kamen eine Menge deutsche Zivis, wenn nicht sogar fast alle. Nach Silvester strömten alle wieder in verschiedene Richtungen.
Wir allerdings, jetzt auch mit Christoph im Team (Kerngruppe Komplett), stürzten uns am 2.1. des neuen Jahres, morgens mit Kajacks in den Tasman sea an der Küste in Anchorage. Wir bekamen eine halbstündige Übersicht in Kayaking, Wetter und Route. Das Wetter war anfangs nicht sehr viel versprechend, klarte dann aber verblüffend schnell auf und wir hatten einen richtig schönen Kajack halb Tag. Wir kajackten zu dem berühmten Split Apple Rock, ein riesig großer runder Stein der so aussieht, als sei er mal von einem mächtigen Blitz gespalten worden. Danach zu einer nicht ganz verlassenen Bucht und sonnten uns auf einem der typischen goldenen Sand Strände, des Abel Tasman Parks.
Später am Tag ging es zurück zur Küste, wir gaben die Boote ab und machten und mit Rucksack zu Fuß auf den Weg in den Tasman Park. Die Etappe ging von Anchorage nach Bark Bay. Wir genossen unglaublich schöne Aussichten, Buchten, Strände, Natur... ganz so wie man sich ein paradiesisches Neuseeland vorstellt. Das Wetter spielte herrlich mit und ich habe genug Fotos geschossen um euch das ganze nahe zubringen, also überzeugt euch selbst.
Nach dem wir 2 Tage marschiert sind, ging es mit dem Watertaxi zurück an die Küste. In drei Stunden war Westport erreicht und wir konnten endlich mal wieder ordentlich im Backpacker duschen und waschen.

Über Greymouth und den Pancake Rocks (bestimmte Felsformation die aussehen wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen) ging es zu etwas ganz anderem als goldenen Stränden und dem karibischem Klima vom Abel Tasman, nämlich dem Franz Joseph Glacier. Aber leider regnete es in Strömen und wir konnten den Glacier nur von der Ferne betrachten, geschweige denn darauf wandern.

Nach einer weiteren Nacht im Zelt am Strand, war Wanaka erreicht. Eine schöne kleine Stadt vor Queenstown. In Wanaka, ist Jascha, ein alter Schulkamerad und Freund von mir und Malte zu uns gestoßen. Er hat Work and travell in Australien gemacht und wollte am Ende seiner Reise, noch ein bisschen was von Neusseland sehen und da passte es ganz gut, dass wir gerade auf reisen waren. Also haben wir ihn mitgenommen und er stockte die Kerngruppe auf immer noch gemütliche 6 Personen auf. Stress frei waren die Tage und Unternehmungen zwar, doch musste mit 4 Man im Zelt nah zusammengerückt werden.

Queenstown war eine Stadt in der wir einen längeren Zwischentop einlegten als normal.
Zum ersten weil wir mal wieder etwas länger irgendwo verbleiben wollten, sozusagen als Regeneration, zum anderen weil Qeenstown eine richtig tolle Stadt ist. Sie liegt fast komplett an einem großen See und mit dem kleinen Strand, dem vielen Grün und den schmalen Straßen, erinnert sie ein ganz bisschen an Süd europäisches Ambiente.
Gleich Vormittags nachdem wir angekommen sind, wollten wir Queenstown von oben besichtigen und beschlossen mit der so genannten Skyline, ein Lift Unternehmen, (vergleichbar mit Skilift) die Berge unsicher zu machen. Man fährt mit einem Lift hoch und hat dann nochmal die Möglichkeit, einen zweiten Lift zu nehmen und von der Bergspitze bis zur Mittelstation mit einem Schlitten auf Rollen, den Berg hinunter zu sausen. Bringt Spaß!
Übernachtet haben wir die erste Nacht, auf einem Zeltplatz außerhalb Queenstown um eine bisschen Geld zu sparen. Der Schlafplatz war phänomenal, direkt an einem See und umringt von gigantischen Bergen. Wärme suchten wir abends am Lagerfeuer.
Am nächsten Morgen wurden wir unsanft von beängstigend vielen Regentropfen geweckt die durch die Zeltwand sickerten. Nach der Flucht in ein Backpacker in der Stadt, gabs für mich und Malte ein ganz dringend nötigen Frisör Besuch und Abends wurde kollektiv ins Kino gegangen. (Yes man, ist ein riiichtig lustiger Film!)
Am Vormittag des folgenden Tages haben wir Dirk, Nick und Willy getroffen die zum selben Zeitpunkt ihrer Reise Queentown angesteuert hatten. Wir haben zusammen einen kurzen Walk am Stadtrant von Queenstown gemacht und abends in unser halbjähriges (der Zeit in NZ) gefeiert.

Die Reise setzte sich fort zu den Miford Sounds, eine unbeschreibliche Naturwucht in Form von Bergen, Tälern und Wasserfällen. Auf dem Weg dorthin passierten wir die Mirrorlakes, die ihren Namen daher tragen, weil die Wasseroberfläche glatt wie ein Spiegel ist und man meinen könnte, die massiven Bergfronten gleich doppelt vor sich zu haben.
Übernachtet wurde nahe der Milford Sounds, direkt am Wasser. Da hatten wir extrem mit Sandflies zu kämpfen, mini kleine Mücken die unsere Obstfliegen ähneln, aber doppelt so schlimme Stiche hinterlassen, wie unsere Europäischen Mücken. Einzige Möglichkeit sich zu schützen, ist es sich von oben bis unten zu bekleiden und hoffen das es keine Lücken im System gibt. Wir sahen zum Teil doch recht amüsant aus.
Es wurde beschlossen die Milford Sound vom Wasser aus zu bewundern, also haben wir eine Kreuzfahrt gebucht, die uns einmal quer über die Seen und durch die Schluchten des führte. Das Wetter war etwas diesig und Nebelschwaden lagen schwer in den Bergen. Es war eine tolle Atmosphäre auf dem Boot und wir passierten, ein paar von den mächtigsten Wasserfällen Neuseelands.

Dunedin hieß unser nächster Stop, dort checkten wir für zwei Tage in einen sehr neuen Backpacker über einer Pool Bar ein. Wir jagten unsere Autos die steilste Straße der Welt hoch. (Ist sogar im Guiness Buch der Rekorde verzeichnet), waren surfen und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen.
Auf dem Weg nach Oemaru machten wir halt in Moeraki, wo es am Strand Fussballrunde riesen Kugeln gibt, die sowohl aus dem Boden wie auch aus den Wänden der Klippen ragen.
Dann sind wir zu einem anderen Strand aufgebrochen, von dem wir gehört haben, dass man gegen Abend mehrere 100derte Pinguine beobachten können soll, wie sie einen kleinen Abendbesuch am Strand machen und sich dann wieder ins Meer begeben. Also warteten und wartet wir... mit uns bestimmt auch mehrere duzend eingefleischte Vogelbeobachter und eine Handvoll Touris, die uns mehrmals zur Ruhe ermahnten. Die Minuten verstrichen ohne Pinguin in Sicht, bis ganz plötzlich genau vor uns einer aus dem Gebüsch auftauchte. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet, da wir auf einer Beobachter Plattform standen, die ungefähr 15 Meter über dem Meer platziert war. Zu dem Zeitpunkt, als die ganze Vogelbeobachter crew ihre Ferngläser und riesen Objektive eingefahren, wegesteckt und sortiert hatte, war der kleine Pinguin schon wieder verschwunden. Wir konnten jedoch mit unseren Digital Kameras ein paar Fotos schießen und zogen schmunzelnd davon.

Von Oamaru fuhren wir Richtung mount Cook, beschlossen aber ihn nur vom Fuße zu genießen. Zum einen waren wir etwas Müde für eine Bergtour, zum anderen ist der Mount Cook mit 3755m der höchste Berg Australasiens. Er scheint nicht ganz ohne zu sein, es gibt ein Archiv in dem jeder verunglückte Bergsteiger verzeichnet ist. Jedes Jahr hat sein eigenes dickes Buch. Das bekräftigte uns nochmal ganz stark, keinen Fuss auf den Berg zu setzen.

Letzter großer Stop bevor wir wieder mit der Fähre auf die Nordinsel übersetzen war Christchurch, meine Zukünftige Heimatstadt. Genau deswegen erzähl ich euch an dieser Stelle nichts weiter über Christchurch. Dazu habe ich ja noch genug Zeit, später mal.

Es ging immer weiter nach Norden, halt in Culverdin. Culverdin war Maltes zu Hause im letzten halben Jahr. Ich glaube die „Stadt“ hat so ungefähr 50 Einwohner und was ich noch nie vorher gesehen hatte, alle Briefkästen der Bewohner der Stadt sind an einer Stelle, da es sich nicht lohnen würde, für die Paar Leute, einen richtigen Courrier Dienst zu beauftragen schätze ich mal. Malte war in einem relativ großen Haus untergebracht, wo er noch mit 2 anderen Lehrern zusammen wohnte. Recht einfach, aber gemütlich.

Im Sonnenuntergang verließen wir mit der Fähre die Südinsel. Mit ihr ein Paar tolle Abenteuer und Erinnerungen, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.
Von nun an trennten wir uns wieder, Benni, Christoph und Hendrik setzen ihre Route Richtung Osten fort da sie den Teil noch nicht gesehen hatten. Noshad, Malte, Jascha und Ich fuhren westlich weiter.

Wir besichtigten bei Wanganui eine Herr der Ringe Schauplatz und zwar Rivendale. (Jetzt nur für die Eingefleischten LOD Fans unter euch. Dort wurde die Szene aus dem ersten Teil gedreht... Arwen nimmt Frodo auf ihr Pferd, da er kurz vorher von einem der Nazgul Reiter, mit dem Schwert in die Schulter gestochen wurde. Sie reitet mit ihm hinten drauf über den Fluss und ruft dann auf elbisch, eine Armee Pferde herbei, die in Form von Wasser die Nazgul Reiter umhaut.) Und wir standen an eben diesem einen Fluß Übergang.

Letztes Highlight unseres scheinbar endlosen Trips, war eine 8 stündige Wanderung, 2000 Meter über den Mount Tongariro.
Bevor wir das anpackten, wollten wir es uns noch einmal so richtig gut gehen lassen.
Also beschlossen wir nicht etwa in das Chateau Tongagriro einzuchecken, aber ihm einen kleinen Besuch abzustatten. Also liefen wir hinein, und wurden hin und weg gerissen von einem mindestens 25 Sterne Luxus Hotel, mit glänzender Rezeption und einfach allem drum und dran. Wir hatten Jogginghosen, Pyjamas und Flip Flops an und vielen glaube ich ein bisschen auf. Schon nach kurzer Zeit kam ein Angestellter heran geeilt und fragte wie man uns denn weiterhelfen könne. Aber alles kein Problem, solang man ganz selbst bewusst ist und so tut als gehöre man an Ort und Stelle, klappt das.
Die Nummer mit dem selbstbewusst sein, hatte Jascha ganz Prima raus, der Portier guckte nicht schlecht, als er um halb 11 Abends nach dem Fitnessraum im Hotel gefragt wurde.
Er führte uns ohne Widerrede hin, und wir machten ein kleines Workout. Danach genossen wir einen Kino Film im Hotel eigenen Heim Kino und verließen das Chateau gegen Mitternacht, ganz erholt und Fit für den großen Tag.
Um halb acht in der früh holte uns eine Bus ab und brachte uns, in 20 Minuten, an den Fuß des Berges. Von der Tatsache das fast jeder außer uns, in professioneller Wanderklamotte war, schreckte uns nicht ab.
Anfangs führte ein schmaler Pfad durch ein Meer von weißen Blümchen, dieser wurde dann von einem harten Stück Anstieg abgelöst und die Umgebung wandelte sich immer mehr und mehr in eine Art Mondlandschaft. Nach etwa 2 Stunden war er dann vor uns, der Schicksalsberg aus Tolkiens Herr der Ringe. Die Ähnlichkeit aus dem Film überzeugt. An ihm vorbei immer höher und höher, erklimmten wir schließlich den Gipfel des Mount Tongario. Es bietet sich einem ein unglaubliches und vielfältiges Szenario. Vor einem glänzen 3 türkis farbene Seen, die fast unwirklich erscheinen, rechts tiefe Vulkan Krater, bedeckt in rotem Vulkan Staub, links in etwa 100 Meter Entfernung, liegt Schnee auf den Gipfeln der Berge, obwohl man selbst in der brennenden Hitze brütet.
Einfach unbeschreiblich...
Der Abstieg ging fast rechtwinklig, über eine Vulkanstaub Piste, wieder hinein ins saftige Grün. Die Tour war einfach einzigartig und ihr solltet euch die Fotos nicht entgehen lassen.

Noch am selben Tag ging es von Tongario National Park über Taupo nach Rotorua und wir fanden Unterkunft in meinem alten Placement, im Rainbowsprings Park. Von dort wurden wir dann aber mehr oder weniger raus geschmissen, da es nicht gern gesehen wird, wenn Freiwillige nach Beendigung der Arbeit wieder, in der alten Unterkunft wohnen. Wir fanden allerdings Asyl in Noshads und Hendriks Tui Ridge und trafen dort wieder auf Hendrik, Benni und Christoph.
Hier entspannten wir noch die letzten Tage, bevor die Glocken zum Midyears Camp in Tauranga läuteten.

Tja das wars soweit. Ich hoffe es hat ein bisschen Spaß gemacht, unsere Reise in Form meiner Worte zu verfolgen.
Ich werde demnächst von Ninas und meinem Trip erzählen, den wir kurz nach dem Seminar angetreten haben.


Bis demnächst!

Freitag, 13. Februar 2009

Kurze Neuigkeiten

Hallo Leute,

ich wollte euch nur allen einen kurzen Bescheid geben, dass ich gut aus dem Reisemonat angekommen bin, wir Jungs eine tolle Zeit hatten und das alles den richtigen Weg geht.

Jetzt ist meine Freundin Nina gekommen und ich bin auch schon wieder weg. Deswegen gibt einen vollstaendigen Bericht und Bilder warscheinlich erst in ein paar Wochen!

Liebe Gruesse,

euer reisender Demian